Einzelstunde FI : Funktionale Integration.

Funktionale Integration

Erstens: Was bedeuted funktionale Integration?

– Dass wir Leute in ihren Funktionen integrieren.

Zweitens: Was sind denn unsere Funktionen?

– Alle Fähigkeiten, das wir zum (über)leben benötigen. Z.B. Atmen, schlafen, gehen, etwas greifen, sprechen, schauen, schwimmen, essen, schlucken, tanzen, rennen, spielen, lachen, denken, lernen, sitzen, drehen, usw. Das alles sind Funktionen.

Drittens: Was bringt es denn, Funktionen zu integrieren?

– wenn unsere Funktionen integriert sind, bedeutet das, dass wir sie ohne Schwierigkeiten ausführen können. Ja, wir haben sogar Spass an dem, dass uns ring fällt. Es fühlt sich gut an. Da die Funktionen ständig Teil unseres Lebens sind, leben wir unbeschwerter und angenehmer, wenn sie integriert sind.

Viertens: Was bedeutet das denn: eine Funktion integrieren?

– dass alle Deine Teile an der Funktion in sinnvoller Weise beteiligt sind.

Fünftens: Kannst Du mir ein Beispiel geben?

– Klar. Nehmen wir die Funktion Sehen. Wenn Deine Augäpfel sich frei in alle Richtungen bewegen können, wenn Du in die Nähe und Weite gut einstellen kannst, Siehst du gut. Nun stelle dir vor, du hast grad einen steifen Nacken. Obwohl deine Augen gut sehen, ist es schwierig, eine Strasse zu überqueren, denn du musst mit deinem ganzen Körper nach links und rechts drehen. Vielleicht verspannen sich in der Folge davon deine Schultern. Oder du kriegst Kopfschmerzen weil du die Augäpfel so stark bewegen musst. Integrieren wir die Funktion des Sehens, so bedeutet das, dass auch Dein Nachken wieder frei wird, dass Du das Gewicht auf Deinen Füssen frei verscheiben kannst um das Gleichgewicht zu behalten obwohl du den Kopf drehst, oder dass dein Brustkorb und Becken mitbewegt wenn du nach unten oder oben schauen möchtest. Dass also alle Teile von Dir die Funktion, die du ausüben willst, unterstützen.

Sechstens: Wann gehe ich in eine Funktionale Integration?

– wenn du eine Funktion nicht so leicht ausführen kannst wie du es tun können solltest. Z.B. hast du Rückenschmerzen, oder verspannte Schultern.

Siebte Frage: Gehe ich da nicht in die Physiotherapie

– das kannst du auch tun.

Achtens: Was ist denn der Unterschied zwischen Physiotherapie und Funktionaler Integration?

– in der Physiotherapie behandelt man vor allem dein Problem. Da, wo es wehtut wird massiert, gedehnt und trainiert. In der Funktionalen Integration legen wir den Fokus auf die Funktion, die durch dein Problem beeinträchtigt ist und schauen, dass diese wieder gut wird. Dass das Problem verschwindet, ist quasi ein Nebeneffekt von der Integration der Funktion.

Neuntens: Warum tut ihr das? Ist es nicht effizienter, das Problem zu beheben?

– wir beheben das Problem. Wir tun dies jedoch mit dem ganzheitlichen Ansatz des Funktionalen. Alles an dir hängt zusammen. Das Problem ist Symptom dafür, dass eine Funktion nicht optimal ist und ein Teil von Dir beim Funktionieren nicht ideal beansprucht wird oder überbeansprucht wird. Das Outcome bei der Funktionalen Itegration ist also, dass alle Teile von dir integrierter sind am Ende.

Zehntens: aber ich habe ja nur da ein Problem, wo ichs hab. Meine übrigen Teile sind ok. Warum soll es nötig sein, diese auch zu integrieren?

– oft verletzen wir uns widerholt an der selben Stelle. Oder haben eine „Schwachstelle“. Immer unter Stress kommt der Hexenschuss. In fremden Betten erwacht man mit steifem Nacken. Man vertritt sich immer wieder den selben Fuss. Oder aber alle Probleme, die kommen, kommen auf der selben Körperhälfte. Wir kompensieren mit dem Rest von uns, wenn ein Teil von uns nicht funktioniert. Das kann zu Stress in anderen Regionen von uns führen. Oder aber wir Überbeanspruchen einen Teil von uns immer wieder, weil andere Teile von uns vergessen haben, dass sie auch bewegen können. Wenn wir diese an ihre Aufgaben erinnern, fällt die Überbelastung fort und wir müssen nicht die selbe Verletzung wiederholen. Die Funktionale Integration ist Nachhaltig.

Jeder Mensch hat ein grosses Lebenspotenzial.

Jeder Mensch hat seine Veranlagung und Geschichte.

Daher ist auch der Weg jedes Menschen einzigartig.

Die Funkitonale Integration verhilft zu grösserer Wahlmöglichkeit und mehr Lebensqualität.

Die Kosten werden von den Krankenkassen-Zusatzversicherungen (Komplementärmedizin) übernommen, meist ohne ärztliche Überweisung.

„Ich behandle keine Patienten, Ich gebe Lektionen, um Menschen zu helfen, über sich zu lernen. “ Moshe Feldenkrais

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