Feldenkrais macht Fit!

Ja, ich gebe zu, ich war selbst ein bisschen erstaunt, als ich zu diesem Schluss kam.

… schliesslich machen wir kein hartes Training, bemühen uns um Achtsamkeit und nicht darum, die Zähne zusammenzubeissen.

aber  – klar!

Wir üben den effizienten Gebrauch unserer Kräfte, unseres Selbst, das macht fit!

Ich bin nicht die erste, die es bemerkt.

Profisportler, wie z.B. Edward Yu, beschreibt es in seinem Buch The Art of Slowing Down. A Sense-able Approach to Running Faster oder zu Deutsch Die Kunst Des Verlangsamens

Moshe Feldenkrais selbst war Athlet und Kampfsportler und stiess auf die Technik dieses erforschenden, feinen Herangehens als ultimative Steigerung der Fähigkeiten gestossen. Kampfsportler wie Moti Nativ erforschen und praktizieren seine Herangehensweise und kommen auf eben dieses Resultat.

Wie ich selbst das bemerkt habe? – Ich war, nach langer Pause, seit letztem Herbst nun dreimal Wandern. Nichts verrücktes. Aber ich werde nicht müde. Ich habe keinerlei Mühe, mit trainierten Männern Tempo zu halten. Über Ostern wanderte ich mit einer Freundin, die schon manchen Sommer auf der Alp verbracht hat und rauf und runter geht wie eine Gämse. Sie sah also, wie ich mit meinem Sohn auf den Schultern den Berg raufstieg und meinte „Du bist wirklich fit“ . Hm. Da dachte ich – warum wohl?

Es gibt zur Zeit (leider) nichts, das ich regelmässig trainiere. Es kann also nur FELDENKRAIS sein! Dieses Hinhören, Erfühlen und Erforschen der Zusammenhänge von Bewegung, Muskulatur, Atem; das Feilen und die Effizientsteigerungen auf feinem Niveau, die dabei geschehen. Sie nützen also nicht nur in der Theorie oder den Erzählungen anderer. Jede(r) kann sie am eigenen Leib, an der eigenen Performance erfahren. Toll.

Wandern werde ich noch oft gehen diesen Frühling und Sommer. Es macht einfach Spass ^^ Und der Bub hat doch auch schon einen rechten Teil alleine getreten.