Aikido – Child’Space observations on instructing

Wenn ich schon alle Zeit für mich habe – wie hier in Matsue, wo ich ohne Kinder zum Übersetzen bin – möchte ich neben dem Arbeiten auch Aikido machen.  – Akai-Sensei, sechster Dan der hier im Budokan unterrichtet hiess mich sofort willkommen. Und auch seine Schüler. Ich durfte einfach mit ihnen mit trainieren fast als hätte ich schon immer dazu gehört.

Sie trainieren auf hohem Niveau. Kaum Anstrengung und Verkrampftheit sind wahrzunehmen.

Ich bin beeindruckt.

Beim dritten Training schaue ich zu. Das viele Bodenleben hier kann mein Knie offensichtlich nicht mehr einfach schlucken – neben dem Übersetzen gebe ich auch 2-3 FI im Tag, am Boden und ich muss es schonen. Am Boden zu arbeiten hat durchaus Vorteile, aber dazu ein anderes Mal .

Auch das zugucken ist interessant!

Nachdem ich nun jeden Tag dabei zuschauen darf, wie Chava Shelhav zukünftige Child’Space Practitioner unterrichtet; und auch dabei, wie sie Babys unterstützt darin, sich selbst wahrzunehmen und ihre Umgebung zu erforschen, schaue ich vielleicht anders hin:

Es wir immer wieder ein anderer Uke nach vorne gebeten, meistens ein weisser Gurt, obwohl viele Schwarz-Gurte da sind. Nachdem der Schwarzgurt viermal vorgezeigt hat, wechseln sie Rolle und auch der unerfahrerene weisse Gurt zeigt die Technik. Das langsamere Tempo wiederum hilft dabei, die Technik besser zu sehen. Meist trainiert danach auch ein Hakama Träger mit einem Weissgurt. Geduldig, ruhig, grosszügig, empathisch.

Toll dass ich begeistert bin und bleiben darf.

Der Budokan nur 10 Gehminuten von meinem Hotel entfernt. Matuse ist eine schmucke kleine Stadt mit Geschichte, historischen Bauten, Kultur und bestem Tee und Essen. Grün, Fluss, Schloss, Läden und Budo befinden sich auch noch alles auf nächstem Raum – ich finde es ganz grossartig hier.