Benefizkonzert für Fukushima

Am 11.3. hatte  ich die 3-fach Katastrophe im Nordosten Japans, namentlich Fukushima, zum 6. Mal gejährt. Ich wurde angefragt, am Benefizkonzert SUSHI-NACHT zu tanzen –

und habe also die wurzelnden schleifenden runden biegenden Bewegungen des Jiuta-Mai aufgenommen, zu wunderbaren Flötenklängen der Flötistin Kyoko Mikami.

Gewöhnlich tanzen wir Jiuta-Mai zum Ji-Uta: einem auf dem Shamisen begleiteten Lied, das wir tanzend darstellen, erweitern, verkörpern. Der Jiuta Sänger war bis vor einigen Jahrzehnten ein meist blinder Sänger-Spieler, der Wortlaut der Lieder poetisch bis Haiku-artig.

Ulrich Gasser, Debussy „Syrinx“   und Toru Takemitsu „Air

– es war neu und ungewohnt für mich, zu Flötenklängen, ohne Text, zu tanzen, und es war wunderbar. Kyoko ist eine herrliche Flötistin und ein sehr angenehmer Mensch, ich habe es überaus geschätzt, mit ihr zusammenarbeiten zu dürfen. Übrigens führ ihr Mann, Hidenori Mikami, das Querflöten Ateilier B-Wing

Sicher wird immer ganz viel zu steigern und verbessern bleiben – ein Weg wie alle japanischen Künste, ein Prozess wie Feldenkrais ist Mai.

Letzten Samstag vor 6 Jahren also begannen die Ballistraden im Steuererklärungsbüro, in dem ich hochschwanger Formulare ausfüllte, beängstigend zu schaukeln und die Erde hörte nicht auf zu beben. Die herausgetretene Strahlung hat auch jetzt nicht aufgehört – Botschaft des damaligen Premieminister Japans

Letztere hat Mutsumi Ueno uns weitergeleitet, die Organisatorin der Sushi Nacht, strahlende Organistin, Frau voller bewundernswerter Energie.